Schmetterline und Co. im Garten

Foto: Tomas Cekanavicius

Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Wer bei der Neugestaltung von Gärten und auf Balkonen auf die richtige Auswahl seiner Pflanzen achtet, kann Schmetterlinge und Bienen in seine Beete locken. Eine bunte Mischung aus Wildkräutern und Blütenpflanzen sorgt für sommerliches Flair und bietet Lebensraum für bedrohte Schmetterlingsarten. Gute Lebensbedingungen sind für Insekten unverzichtbar, denn in der Natur erfüllen sie als Bestäuber eine wichtige Funktion. Schmetterlinge, Bienen und Hummeln lassen sich bevorzugt auf stark duftenden Nektarpflanzen wie Lavendel oder Sommerflieder nieder. Wildkräuter wie Sauerampfer und Wilde Möhre ziehen vor allem die Raupen der Schmetterlinge an. Fressspuren an den Blättern dieser Pflanzen versprechen in der warmen Jahreszeit eine wahre Schmetterlingspracht.

Bei den farbenfrohen Faltern stehen auch Küchenkräuter hoch im Kurs. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deshalb, zusätzlich ein kleines Kräuterbeet anzulegen, das frische Kräuter für die Küche liefert. Sonnige Standorte eignen sich gut für mediterrane Arten wie Salbei, Rosmarin und Thymian. Schnittlauch und Petersilie gedeihen am besten auf schattigen Nordbalkonen. In Gärten und Parkanlagen empfiehlt der BUND das Stehenlassen von Brennnesseln. Daran fressen die Raupen von Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Distelfalter und Admiral. Diese und sieben andere Schmetterlingsarten können dem BUND noch bis Ende Oktober im Rahmen seiner Zählaktion "Abenteuer Faltertage" unter www.bund.net/faltertage gemeldet werden. 

Da der Abbau von Torf wertvolle Lebensräume zerstört, sollte zum Pflanzen nur torffreie Gartenerde eingesetzt werden. Auch Rindenkompost oder torffreie Blumenerde sind zu empfehlen. Chemische Spritzmittel gegen Schädlinge sollten nicht zur Anwendung kommen, beim Einsatz von Düngemitteln ist auf deren ökologische Verträglichkeit zu achten.

Rasenmähen umweltfreundlich

Foto: Rainer Storm

Motorisierte Rasenmäher sind nicht nur eine erhebliche Lärmquelle, sondern stoßen auch Luftschadstoffe aus. Ein durchschnittlicher Benzinrasenmäher verbraucht pro Stunde ca. 0.6 bis 1 Liter Benzin. Das entspricht der Menge, die ein durchschnittlicher PKW im Leerlauf in derselben Zeit verbraucht. Bei einer Rasengröße unter 200 Quadratmetern empfiehlt der BUND den Einsatz von Handgeräten. So stärkt der Benutzer nicht nur seine Fitness, nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest liefern Handmäher auch den saubersten Schnitt.

Mähen mit der Hand kostet zwar etwas mehr Zeit, dafür schont man aber die Umwelt. Wer körperlich nicht in der Lage ist, mit der Hand zu mähen, dem seien beispielsweise Elektromäher empfohlen. Akku-Geräte sind dabei meist teurer und bringen zusätzliche Entsorgungsprobleme. Eine Alternative sind solarbetriebene Rasenmäher, einige mähen sogar selbstständig.

Gartenbesitzer sollten auf jeden Fall möglichst selten mähen und einen Teil des Rasens als Wildblumenwiese bewachsen lassen. Dies lockt Schmetterlinge und seltene Vogelarten in den Garten. Wildblumenwiesen sollten zwei Mal im Jahr mit einer Sense oder einem Balkenmäher gemäht werden.